Reinhard Wegner: Poesie der Linie. Albert Venus und Victor Paul Mohn in Rom

24,90  inkl. MwSt.

Dieser Artikel ist leider vorübergehend nicht lieferbar. Gerne können wir Sie per Email informieren, sobald der betreffende Artikel bei uns wieder verfügbar und bestellbar ist.

Benachrichtigung bei Verfügbarkeit

Artikelnummer: EF015 Kategorie: Schlagwörter: , , ,

Beschreibung

Victor Paul Mohn (1842–1911) und Albert Venus (1842–1871), beide Schüler Ludwig Richters, reisten zwei Mal gemeinsam nach Italien und schlossen sich in den Jahren 1866 und 1869 für einige Monate dem Künstlerleben in Rom an. Dort zeichneten sie, malten und folgten den Spuren ihres Lehrers und der vielen früher nach Italien gereisten deutschen Künstler. Und, nicht zuletzt, schrieben sie ihrem gemeinsamen Lehrer Ludwig Richter, mit dem sie sich eng verbunden fühlten.

Die Korrespondenz zwischen Richter, Mohn und Venus lässt die Stationen der Reise lebendig werden. Zwischen nüchtern berichtenden Zeilen liest man über Anekdoten des Künstlerlebens, wie sie wohl nur zwei junge Menschen in Rom erleben konnten. Darüber hinaus spiegeln die Briefe den gleichermaßen schwärmerischen wie gelehrtenhaften Austausch über die Kunstschätze der ewigen Stadt wider. Die meisten Briefe stammen aus dem Nachlass Ludwig Richters im Stadtarchiv Dresden und sind sorgsam durch Reinhard Wegner, Professor für Kunstgeschichte, zusammengetragen und ediert worden. Bislang kaum erschlossene schriftliche Quellen sowie größtenteils unpublizierte Zeichnungen und Ölstudien verbildlichen den Konflikt der Dresdner Spätromantiker, die angesichts neuer Kunstströmungen aus Paris, Düsseldorf oder München an dem Primat der Linie festhielten obwohl sich überall das „rein Malerische“ seinen Weg bahnte.

So zeigt dieser Band nahe an den Gegenständen die Grundlagen und zugleich die Brüche in der Kunst um die Mitte des 19. Jahrhunderts mit den Tendenzen der aufkommenden Moderne. Dieses Suchen nach neuen Formen kommt deutlich in der Korrespondenz der Künstler in der Auseinandersetzung mit Ludwig Richter zum Ausdruck.

Prof. Dr. Reinhard Wegner (*1953 in Speyer) studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Heidelberg, wo er 1982 promoviert wurde. 1991 habilitierte er sich an der TH Darmstadt mit der Arbeit „Nach Albions Stränden. Die Bedeutung Englands für die Architektur des Klassizismus und der Romantik in Preußen“. Von 1995 bis 1999 war er als Hochschuldozent an der Universität Stuttgart tätig. Von 2000 bis 2019 hatte er die Professur für Neuere Kunstgeschichte in Jena inne. Von 2010 bis 2019 leitete er die Forschungsstelle „Europäische Romantik“.

Reinhard Wegner: Poesie der Linie. Albert Venus und Victor Paul Mohn in Rom

Zusätzliche Information

Gewicht 0.6 kg
Größe 22 × 16 cm
ISBN

978-3-947313-10-5